Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Trefferliste

Dokument

  in html speichern drucken Dokumentansicht maximierenStandardansicht wiederherstellen
Inhalt
Aktuelle Gesamtausgabe
Änderungshistorie
Amtliche Abkürzung:DVO-LFischScheinG
Ausfertigungsdatum:25.09.1997
Gültig ab:22.10.1997
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Berlin
Fundstelle:GVBl. 1997, 491
Gliederungs-Nr:793-3-1
Verordnung über die Durchführung des Landesfischereischeingesetzes
(DVO-LFischScheinG)
Vom 25. September 1997
Zum 20.11.2019 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 8 und 21 geändert, § 2 neu gefasst, § 15a neu eingefügt, Anlage 2 geändert und Anlage 4 neu gefasst durch Verordnung vom 16.03.2007 (GVBl. S. 142)

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Titel

Verordnung über die Durchführung des Landesfischereischeingesetzes (DVO-LFischScheinG) vom 25. September 199722.10.1997
Eingangsformel22.10.1997
- B - Lehrplan: Rechtsvorschriften12.04.2007
Abschnitt I - Fischereischein22.10.1997
§ 1 - Gestaltung der Fischereischeine22.10.1997
§ 2 - Verlängerung von Fischereischeinen12.04.2007
Abschnitt II - Vorbereitungslehrgang und Anglerprüfung22.10.1997
§ 3 - Allgemeines22.10.1997
§ 4 - Vorbereitungslehrgang22.10.1997
§ 5 - Prüfungsausschuß22.10.1997
§ 6 - Anmeldung zur Prüfung22.10.1997
§ 7 - Zulassung zur Prüfung22.10.1997
§ 8 - Prüfungsinhalt12.04.2007
§ 9 - Genehmigung und Verwendung der Prüfungsbögen22.10.1997
§ 10 - Prüfung22.10.1997
§ 11 - Prüfungsniederschrift22.10.1997
§ 12 - Prüfungsergebnis22.10.1997
§ 13 - Täuschungsversuch22.10.1997
§ 14 - Prüfungszeugnis22.10.1997
§ 15 - Wiederholung der Prüfung22.10.1997
§ 15a - Aushändigung des Fischereischeins durch die fischereilichen Landesverbände12.04.2007
§ 16 - Akteneinsicht und Aufbewahrungsfristen22.10.1997
Abschnitt III - Datenschutz22.10.1997
§ 17 - Zweck von Erhebung, Speicherung und Nutzung der Daten22.10.1997
§ 18 - Anglerprüfungs- und Fischereischeindateien22.10.1997
§ 19 - Erhebungsdaten22.10.1997
§ 20 - Datenübermittlung22.10.1997
§ 21 - Datensicherung22.10.1997
§ 22 - Datenlöschung22.10.1997
Abschnitt IV - Schlußvorschriften22.10.1997
§ 23 - Inkrafttreten22.10.1997
Anlage 122.10.1997
Anlage 2 - Ausbildungsplan für Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Anglerprüfung im Land Berlin22.10.1997
- B - Lehrplan: Allgemeine Fischkunde und Fischhege22.10.1997
- B - Lehrplan: Spezielle Fischkunde und Behandlung gefangener Fische Teil 122.10.1997
- B - Lehrplan: Spezielle Fischkunde und Behandlung gefangener Fische Teil 222.10.1997
- B - Lehrplan: Gewässerkunde und Gewässerökologie22.10.1997
- B - Lehrplan: Pflege der Fischgewässer, Natur- und Umweltschutz am Gewässer22.10.1997
- B - Lehrplan: Fanggeräte und deren Gebrauch Teil 122.10.1997
- B - Lehrplan: Fanggeräte und deren Gebrauch Teil 222.10.1997
Anlage 3 - Muster der Prüfungsniederschrift gemäß § 11 Abs. 122.10.1997
Anlage 4 - Muster des Prüfungszeugnisses gemäß § 14 Abs. 112.04.2007

Auf Grund des § 11 des Landesfischereischeingesetzes vom 21. April 1995 (GVBl. S. 269) wird verordnet:

- B - Lehrplan: Rechtsvorschriften

6.

Fachgruppe

Facheinheit

Lehrinhalt

 

6.1

Fischereirecht

Gesetze und Verordnungen

Allgemeines

 

Berliner Landesfischereigesetz (LFischG)

 

§ 1 Gesetzeszweck

§ 2 Geltungsbereich

§ 3 Inhalt des Fischereirechts, Hegepflicht

§ 4 Eigentums- und selbständiges Fischereirecht, Fischereibuch

§ 11 Übertragung der Ausübung des Fischereirechts

§ 14 Fischereierlaubnisvertrag

§ 16 Fischfang auf überfluteten Grundstücken

§ 17 Zugang zu Gewässern

§ 24 Verbot schädigender Mittel

§ 29 Mitführen von Fischereigeräten

§ 30 Allgemeine Verordnungsermächtigung

§ 31 Ermächtigung zur Bestimmung von Schonbezirken

§ 40 Fischereiaufsicht

§ 41 Pflichten und Befugnisse der Fischereiaufseher

§ 43 Ordnungswidrigkeiten

§ 44 Einziehung

 

Fischereigesetz für das Land Brandenburg (Auszüge), Unterschiede zum Berliner Landesfischereigesetz

 

Fischereiordnung für das Land Berlin (LFischO)

 

Fischereiordnung für das Land Brandenburg

 

Landesfischereischeingesetz (Berlin) (LFischSchG)

 

Verordnung über die Durchführung des Landesfischereischeingesetzes (DVO LFischSchG)

 

Ergänzende Rechtsvorschriften:

- Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) §§ 90 a , 958 , 960

- Strafgesetzbuch (StGB) §§ 242 , 248 a , 292 bis 295

- Strafprozeßordnung (StPO) § 127

- Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) §§ 21 , 40 , 43

 

6.2

Tierseuchenrecht und Tierisches Nebenprodukte-Beseitigungsrecht

Gesetze
und Verordnungen

Allgemeines

 

Auszüge aus dem Tierseuchen-
und Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsrecht

- Tierseuchengesetz (TierSG) §§ 1 , 9 , 17 , 17a , 21 , 76 , 78

- Fischseuchenverordnung

- Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 Artikel 1 bis 7, 23, 24

- Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz (TierNebG) §§ 3 , 4 , 7 bis 10 , 14

 

6.3

Tierschutzrecht

Gesetze
und Verordnungen

Tierschutzgesetz (TierSchG) §§ 1 , 4 , 5 , 17 , 18 und 20

 

Tierschutz-Schlachtverordnung (TierSchlV) §§ 1 bis 4 , 10 , 11 , 13 , 15

 

Tierschutztransportverordnung (TierSchTrV) Abschnitte 1, 2 und 4

 

6.4

Wasserrecht

Gesetze
und Verordnungen

Wasserhaushaltsgesetz (WHG) §§ 1 , 25 , 41

 

Berliner Wassergesetz (BWG) §§ 1 , 27 , 29 bis 29 f , 104

 

Eisflächenverordnung (Berlin) §§ 2 bis 5

 

6.5

Naturschutzrecht

Gesetze
und Verordnungen

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) Abschnitte 4 bis 6 und 9

 

Baumschutzverordnung (BaumSchVO) §§ 1 bis 4

 

Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) § 1 , Anlage 1

 

Berliner Naturschutzgesetz (NatSchGBln) §§ 2 , 18 bis 26 e , 29 , 35 bis 37 , 44 , 49

 

6.6

Sonstige
Gesetze und Verordnungen

 

Pflanzenschutzgesetz (PflSchG)

 

Bundesjagdgesetz (BJagdG) §§ 1 , 2 , 19 a , 21 , 26 , 27 , 39 bis 41

 

Abschnitt I
Fischereischein

§ 1
Gestaltung der Fischereischeine

(1) Die Fischereischeine sind nach den Mustern der Anlage 1 gestaltet und enthalten folgende personenbezogene Angaben:

1.

Art des Fischereischeins,

2.

laufende Ausweisnummer,

3.

Name,

4.

Vorname,

5.

Geburtstag und -ort,

6.

Straße und Hausnummer,

7.

Postleitzahl und Wohnort,

8.

Geltungsablauf,

9.

Listennummer,

10.

Erteilungsgebühr.

(2) Die Angaben sind zu belegen durch den gültigen Personalausweis oder den gültigen Reisepaß, ergänzt von einer Meldebescheinigung, die nicht älter als ein Jahr sein darf.

(3) In den Fischereischein ist das Lichtbild des Inhabers einzunieten und so zu siegeln, daß Lichtbild und Fischereischein den Siegelabdruck aufweisen.

§ 2
Verlängerung von Fischereischeinen

Die Fischereischeine A und B dürfen, wenn sie für fünf Jahre ausgestellt sind, einmal um fünf Jahre verlängert werden. Sind sie für ein Jahr ausgestellt, dürfen sie einmal um ein Jahr verlängert werden. Ein Jugendfischereischein darf zweimal um jeweils ein Jahr verlängert werden.

Abschnitt II
Vorbereitungslehrgang und Anglerprüfung

§ 3
Allgemeines

(1) Jeder Landesverband gemäß § 10 des Landesfischereischeingesetzes (fischereilicher Landesverband) ist verpflichtet, mindestens einmal im Jahr einen Vorbereitungslehrgang gemäß § 4 Abs. 1 des Landesfischereischeingesetzes und eine für jedermann offene Anglerprüfung anzubieten.

(2) Die Vertreter der oberen und unteren Fischereibehörde sind jederzeit berechtigt, dem Vorbereitungsunterricht und den Prüfungen beizuwohnen und die Lehr- und Prüfungsunterlagen einzusehen.

(3) Bei wiederholten schwerwiegenden Verletzungen der in dieser Verordnung festgelegten Lehrgangs- und Prüfungsgrundsätze kann dem betroffenen fischereilichen Landesverband die Prüfungsbefugnis entzogen werden.

§ 4
Vorbereitungslehrgang

(1) Die Vorbereitungslehrgänge gemäß § 4 Abs. 1 des Landesfischereischeingesetzes werden durch die fischereilichen Landesverbände durchgeführt.

(2) Der Lehrgang umfaßt eine Gesamtdauer von mindestens 30 Stunden, wobei eine Unterrichtsstunde mindestens 45 Minuten dauert. Der Inhalt des Vorbereitungslehrganges hat sich nach der Anlage 2 dieser Verordnung zu richten. Abweichungen der Vorbereitungslehrgänge von dem Lehrinhalt der Anlage 2 bedürfen der Genehmigung der oberen Fischereibehörde vor Lehrgangsbeginn.

(3) Eine Bescheinigung über die Teilnahme am Vorbereitungslehrgang darf nur bei vollständiger Teilnahme erteilt werden. Sollte es einem Teilnehmer nicht möglich sein, an allen Teilen des Lehrganges teilzunehmen, so reicht es aus, wenn er den versäumten Teil in einem späteren Kurs nachholt.

(4) Die obere und die untere Fischereibehörde sind berechtigt, die Einhaltung der Lehrpläne sowie die fachliche und didaktische Eignung der in den Vorbereitungslehrgängen eingesetzten Lehrkräfte unangemeldet nachzuprüfen. Die obere Fischereibehörde kann die Abberufung ungeeigneter Lehrkräfte verlangen.

(5) Die untere Fischereibehörde kann auf Antrag denjenigen von der Teilnahme an dem Vorbereitungslehrgang befreien, der schwere gesundheitliche Störungen, die der Teilnahme entgegenstehen, glaubhaft nachweisen kann.

§ 5
Prüfungsausschuß

(1) Jeder fischereiliche Landesverband hat einen Prüfungsausschuß zu bilden.

(2) Der Prüfungsausschuß besteht aus einem Vorsitzenden und zwei Beisitzern. Für jedes Mitglied ist ein Stellvertreter zu bestellen. Der Vorsitzende, die Beisitzer und die Stellvertreter werden von dem Vorstand des jeweiligen fischereilichen Landesverbandes ernannt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und die Stellvertreter müssen die zur Abnahme der Prüfung erforderliche fachliche Eignung haben. Nach Bestellung ist die Eignung der oberen Fischereibehörde schriftlich nachzuweisen.

(3) Der Prüfungsausschuß wird für jeweils fünf Jahre von der oberen Fischereibehörde berufen.

(4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und die Stellvertreter sind zur unparteiischen und gewissenhaften Ausübung ihrer Tätigkeit sowie zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die obere Fischereibehörde kann die Abberufung von ungeeigneten Mitgliedern des Prüfungsausschusses und deren Stellvertretern verlangen.

(5) Bei der Durchführung der Anglerprüfung darf dem Prüfungsausschuß niemand angehören, der bei der Ausbildung der Prüflinge mitgewirkt hat.

§ 6
Anmeldung zur Prüfung

(1) Der Antrag auf Zulassung zur Anglerprüfung ist bis zu dem von dem prüfenden fischereilichen Landesverband festgesetzten Termin bei diesem einzureichen.

(2) Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung muß enthalten:

1.

Vor- und Zuname, gegebenenfalls den Geburtsnamen,

2.

Geburtsdatum und -ort,

3.

Anschrift des Hauptwohnsitzes (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort),

4.

Unterschrift des Antragstellers.

Dem Antrag sind beizufügen:

1.

der Nachweis für den abgeleisteten Vorbereitungslehrgang gemäß § 4 Abs. 1 des Landesfischereischeingesetzes ,

2.

gegebenenfalls die schriftliche Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters.


§ 7
Zulassung zur Prüfung

(1) Zur Prüfung wird zugelassen, wer

1.

die Bedingungen des Vorbereitungslehrganges gemäß § 4 erfüllt hat,

2.

bei Prüfungsbeginn das vierzehnte Lebensjahr vollendet hat und

3.

rechtzeitig die Antragsunterlagen gemäß § 6 einreicht.

(2) Sobald verspätet eingegangene Unterlagen vollständig sind, ist der Antragsteller zum nächstmöglichen Termin zuzulassen.

(3) Wird der Bewerber nicht zugelassen, so hat er einen schriftlichen Bescheid unter Angabe des Versagungsgrundes zu erhalten.

(4) Dem zugelassenen Bewerber werden schriftlich Ort, Tag und Uhrzeit der Prüfung rechtzeitig durch den prüfenden fischereilichen Landesverband mitgeteilt.

§ 8
Prüfungsinhalt

Die Prüfungsgebiete gemäß § 4 Abs. 1 des Landesfischereischeingesetzes haben folgenden Inhalt:

1.

die allgemeine Fischkunde und -hege gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 1 des Landesfischereischeingesetzes :

Aufbau des Fischkörpers, Bau und Funktion der Fischorgane, Fortpflanzung, Ernährung, Fischbestandsregulierung, Fischbesatz,

2.

die spezielle Fischkunde gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 2 des Landesfischereischeingesetzes :

die Unterscheidung einheimischer Fischarten, häufig auftretende Fischkrankheiten durch Parasiten, Viren, Bakterien, Pilze und Umweltschäden, Vorsorgemaßnahmen,

3.

die Pflege der Fischgewässer gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 3 des Landesfischereischeingesetzes :

Natur- und Umweltschutz am Gewässer, Biotopschutz, Verhalten am Gewässer, Gewässerverunreinigungen und Fischsterben, Faunenverfälschung,

4.

die Gewässerkunde und Gewässerökologie, Pflanzen- und Tierarten im und am Gewässer gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 4 des Landesfischereischeingesetzes :

Wasser, Stoffhaushalt, Gewässerarten, Gewässergüte, Probleme äußerer Einwirkungen,

5.

die Fanggeräte und deren Gebrauch gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 5 des Landesfischereischeingesetzes :

Angelgeräte, Angelzubehör, Fanggeräte der Berufsfischerei, verbotene Fanggeräte und Fangmethoden,

6.

die Behandlung gefangener Fische gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 6 des Landesfischereischeingesetzes :

der Umgang mit geschützten und untermaßigen Fischen, besonders schützenswerte Süßwasserfische, Betäubung, Tötung, Aufbewahrung und Verwertung von Fischen sowie

7.

die einschlägigen Rechtsvorschriften gemäß § 4 Abs. 1 Nr. 7 des Landesfischereischeingesetzes :

insbesondere Berliner Landesfischereigesetz und Landesfischereischeingesetz , Fischereigesetz für das Land Brandenburg , Wasserhaushaltsgesetz , Berliner Wassergesetz , Tierschutzgesetz , Tierseuchengesetz , Bundesnaturschutzgesetz , Berliner Naturschutzgesetz einschließlich der auf Grund dieser Gesetze erlassenen Verordnungen.


§ 9
Genehmigung und Verwendung der Prüfungsbögen

(1) Die fischereilichen Landesverbände haben die von ihnen gemeinsam und einheitlich zu entwerfenden Prüfungsbögen der oberen Fischereibehörde zur Genehmigung vorzulegen.

(2) Die genehmigten Prüfungsbögen sind alternierend landeseinheitlich zu verwenden.

(3) Der fischereiliche Landesverband kann verpflichtet werden, einen Monat vor der Prüfung der oberen Fischereibehörde eine Kopie des genehmigten Prüfungsbogens, der für die Prüfung ausgewählt wurde, zu übersenden.

§ 10
Prüfung

(1) Die Anglerprüfung ist eine schriftliche Prüfung, bei der innerhalb von zwei Stunden sechzig Fragen aus den in § 8 genannten Prüfungsgebieten zu beantworten sind. Aus den Prüfungsgebieten nach § 8 Nr. 1, 3 bis 5 und Nr. 7 werden jeweils zehn Fragen und aus den Prüfungsgebieten nach § 8 Nr. 2 und 6 insgesamt zehn Fragen gestellt.

(2) Zu den Prüfungsfragen werden jeweils drei Antwortmöglichkeiten vorgegeben, von denen von dem Prüfling eine als richtig bezeichnet werden muß.

(3) Die Prüfung ist nicht öffentlich. Der Prüfling hat sich zu Beginn der Prüfung zu legitimieren.

(4) Mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses überwacht die schriftliche Prüfung.

§ 11
Prüfungsniederschrift

(1) Über den Ablauf der Prüfung ist eine Prüfungsniederschrift gemäß Anlage 3 zu fertigen, in die insbesondere aufzunehmen sind:

1.

die Namen der Mitglieder des Prüfungsausschusses,

2.

die Namen der Aufsichtsführenden,

3.

die Namen, Anschriften und Geburtsdaten der Prüflinge,

4.

die Uhrzeit des Beginns und des Endes der Prüfung,

5.

die erfolgte Belehrung nach § 13 ,

6.

Entscheidungen des Aufsichtsführenden nach § 13 ,

7.

eine Prüfungsstatistik und die Registriernummern der erteilten Zeugnisse sowie

8.

der Zeitpunkt der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse.

(2) Die Niederschrift ist vom Aufsichtsführenden zu unterzeichnen und den übrigen Mitgliedern des Prüfungsausschusses vorzulegen, die nach Kenntnisnahme ebenfalls unterzeichnen.

§ 12
Prüfungsergebnis

(1) Die abgegebenen Prüfungsbögen werden durch die Mitglieder des Prüfungsausschusses beurteilt und unterzeichnet. Korrekturen sind von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses abzuzeichnen.

(2) Die Prüfung ist mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ zu bewerten.

(3) Jede richtige Antwort ist mit einem Punkt zu bewerten. Bestanden ist die Prüfung, wenn der Prüfling insgesamt mindestens 45 Punkte erreicht. Dabei muß er in jedem der Gebiete nach § 8 Nr. 1, 3 bis 5 und 7 jeweils mindestens sechs Punkte und aus den Gebieten nach § 8 Nr. 2 und 6 zusammen mindestens sechs Punkte erreichen.

(4) Besteht ein Prüfling die Prüfung nicht, so ist ihm dies vom prüfenden fischereilichen Landesverband unverzüglich mündlich mitzuteilen. Erfolgt die Mitteilung des Prüfungsergebnisses nicht unmittelbar nach der Prüfung, so hat sie schriftlich zu erfolgen. Der Prüfling kann einen schriftlichen Bescheid mit Begründung verlangen.

§ 13
Täuschungsversuch

Das Benutzen unerlaubter Hilfsmittel und die Kontaktaufnahme zu einem anderen Prüfling (Täuschungsversuch) sind verboten. Bei Zuwiderhandlung ist der Prüfling von der Prüfung auszuschließen. Die Prüfung gilt als nicht bestanden. Vor Beginn der Prüfung sind die Prüflinge über einen Täuschungsversuch und dessen Folge zu belehren.

§ 14
Prüfungszeugnis

(1) Prüflinge, die die Prüfung bestanden haben, erhalten von dem prüfenden fischereilichen Landesverband ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 4 . Dieses ist dem Prüfling unverzüglich zu übersenden.

(2) Das Zeugnis ist vom Prüfungsausschuß zu unterzeichnen und mit dem Prüfungsstempel zu versehen. Der Prüfungsstempel hat mindestens den Verbandsnamen und den Zusatz „Prüfungsausschuß“ zu enthalten.

§ 15
Wiederholung der Prüfung

Die Wiederholung der Prüfung ist unbegrenzt häufig möglich. Für jede Prüfung ist eine Anmeldung und Zulassung erforderlich.

§ 15a
Aushändigung des Fischereischeins
durch die fischereilichen Landesverbände

(1) Der Fischereischein kann dem Prüfling nach Maßgabe der Absätze 2 und 3 im Anschluss an das Bestehen der Prüfung durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder eine von diesem bestimmte Person des fischereilichen Landesverbandes ausgehändigt werden.

(2) Der Prüfling reicht den Antrag auf Erteilung des Fischereischeins vor der Prüfung bei dem prüfenden fischereilichen Landesverband ein. Eine von diesem beauftragte Person leitet die Anträge an das Fischereiamt weiter. Das Fischereiamt bereitet die Fischereischeine vor und übergibt diese an den fischereilichen Landesverband.

(3) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses trägt dafür Sorge, dass das Fischereiamt über die erfolgte Aushändigung unverzüglich in Kenntnis gesetzt wird. Besteht ein Prüfling die Prüfung nicht oder nimmt er daran nicht teil, ist der Fischereischein unverzüglich an das Fischereiamt zurückzugeben.

§ 16
Akteneinsicht und Aufbewahrungsfristen

(1) Der Prüfling kann binnen eines Monats nach der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses auf Antrag an den prüfenden fischereilichen Landesverband Einsicht in seine Prüfungs- und Bewertungsunterlagen nehmen.

(2) Prüfungsbögen und Anmeldung eines jeden Bewerbers hat der prüfende fischereiliche Landesverband für die Dauer von zwei Jahren, die Prüfungsniederschrift für zehn Jahre aufzubewahren.

Abschnitt III
Datenschutz

§ 17
Zweck von Erhebung, Speicherung und Nutzung der Daten

(1) Die zuständige Fischereibehörde ist berechtigt, zum Zwecke der Entscheidung über die Erteilung eines Fischereischeins von den Antragstellern oder von den Inhabern eines Fischereischeins die gemäß § 19 vorgesehenen personenbezogenen Daten zu erheben, zu speichern und zu nutzen.

(2) Die zuständige Fischereibehörde ist berechtigt, zum Zwecke der Einziehung und Beschlagnahmung von Fischereischeinen, Fischen oder Fanggeräten von den Inhabern eines Fischereischeins die gemäß § 19 vorgesehenen personenbezogenen Daten zu erheben, zu speichern und zu nutzen.

(3) Die fischereilichen Landesverbände sind berechtigt, die in § 19 Nr. 1 bis 10 aufgeführten personenbezogenen Daten von den Antragstellern zum Zweck der Zulassung zur Anglerprüfung und deren Nachweis zu erheben, zu speichern und zu nutzen. Die Merkmale in § 19 Nr. 11 dienen zur Legitimation.

§ 18
Anglerprüfungs- und Fischereischeindateien

(1) Die gemäß § 17 erhobenen Daten werden in einer Anglerprüfungsdatei und in einer Fischereischeindatei geführt.

(2) Die Anglerprüfungsdatei wird von den fischereilichen Landesverbänden geführt. Die Datei darf nur die gemäß § 17 Abs. 3 erhobenen Daten enthalten.

(3) Die Fischereischeindatei wird von der unteren Fischereibehörde geführt. Die Datei darf nur die gemäß § 17 Abs. 1 und 2 erhobenen Daten enthalten.

§ 19
Erhebungsdaten

Es dürfen folgende personenbezogene Daten erhoben, gespeichert und genutzt werden:

1.

Familienname, abweichender Geburtsname,

2.

Vornamen,

3.

Hauptwohnsitzanschrift,

4.

Anschrift in Berlin, falls Hauptwohnsitzanschrift außerhalb Berlins,

5.

Geburtsdatum,

6.

Geburtsort,

7.

Geschlecht,

8.

Staatsangehörigkeit,

9.

Angaben über einen vollständig abgelegten Vorbereitungslehrgang im Sinne des § 4 Abs. 1 des Landesfischereischeingesetzes ,

10.

Angaben über eine bestandene Anglerprüfung oder eine vergleichbare Prüfung,

11.

Personalausweisnummer oder Reisepaßnummer mit Ausstellungsdatum und ausstellender Behörde sowie die Daten einer Meldebescheinigung,

12.

Angaben über einen fischereilichen Berufsabschluß oder eine fischereiwissenschaftliche Ausbildung,

13.

Angabe, ob und wie lange die Erwerbsfischerei laufend betrieben wurde,

14.

Angaben über den Besitz eines Fischereischeins,

15.

Angaben über die Mitgliedschaft in einem eingetragenen Anglerverband,

16.

Angaben, ob eine Betreuung gemäß den §§ 1896 ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches besteht,

17.

Umstände, die der Erteilung eines Fischereischeins entgegenstehen könnten, insbesondere eine rechtskräftige Verurteilung wegen:

a)

Fischwilderei,

b)

Diebstahls von Fischen oder Fischereigeräten,

c)

Beschädigung von Wasserbauten oder Anlagen, Fahrzeugen, Geräten oder Vorrichtungen, die der Fischerei oder der Fischzucht dienen,

d)

Fälschung eines Fischereischeins oder einer sonstigen zur Ausübung der Fischerei erforderlichen Bescheinigung oder eines Verstoßes gegen fischerei-, jagd-, tierseuchen- oder wasserrechtliche Vorschriften oder gegen das Naturschutz- oder Tierschutzgesetz ,

18.

Angaben über festgesetzte Buß- oder Verwarnungsgelder wegen Zuwiderhandlungen gegen fischereiliche Vorschriften.


§ 20
Datenübermittlung

(1) Die Übermittlung der Daten, die durch die prüfenden fischereilichen Landesverbände erhoben, gespeichert und genutzt werden, ist ausschließlich an die obere und die untere Fischereibehörde zulässig.

(2) Die Übermittlung von Daten für ein bestimmtes Vorhaben der Wissenschaft und Forschung ist zulässig, wenn die Daten hinreichend anonymisiert sind.

§ 21
Datensicherung

(1) Zugriffsberechtigt auf die Fischereischeindatei sind bei den Fischereibehörden:

1.

die Mitarbeiter der Registratur,

2.

der nach dem Geschäftsverteilungsplan zuständige Sachbearbeiter,

3.

der Dienstvorgesetzte des Sachbearbeiters gemäß Nummer 2 und sein Vertreter,

4.

bis zu zwei durch den Dienstvorgesetzten gemäß Nummer 3 im Einzelfall bestimmte Personen.

(2) Zugriffsberechtigt auf die Anglerprüfungsdatei sind:

1.

die Mitglieder des Prüfungsausschusses,

2.

bis zu zwei vom zuständigen fischereilichen Landesverband bestimmte Personen,

3.

von der oberen Fischereibehörde beauftragte Personen,

4.

bis zu zwei durch die untere Fischereibehörde im Einzelfall bestimmte Personen.

(3) Die berechtigten Personen sind gemäß § 8 des Berliner Datenschutzgesetzes in der Fassung vom 17. Dezember 1990 (GVBl. 1991 S. 16, 54), zuletzt geändert durch Gesetz vom 3. Juli 1995 (GVBl. S. 404), zur datenschutzrechtlichen Geheimhaltung verpflichtet.

(4) Es ist durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, daß nur Berechtigte Zugriff auf die Daten haben. Die Dateien sind in verschlossenen Behältnissen und verschlossenen Räumen aufzubewahren.

§ 22
Datenlöschung

(1) Zehn Jahre nach dem Prüfungstermin sind sämtliche Daten des Prüflings aus der Anglerprüfungsdatei zu löschen.

(2) Fünf Jahre nach Ablauf des Fischereischeins sind sämtliche Daten des Fischereischeininhabers aus der Fischereischeindatei zu löschen. Angaben des § 19 Nr. 17 sind fünf Jahre nach der letzten rechtskräftigen Verurteilung und Angaben des § 19 Nr. 18 sind fünf Jahre nach dem letzten festgesetzten Buß- oder Verwarnungsgeld zu löschen.

Abschnitt IV
Schlußvorschriften

§ 23
Inkrafttreten

Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin in Kraft.

Berlin, den 25. September 1997

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung,
Umweltschutz und Technologie

Peter Strieder

Anlage 1

zu § 1

Muster 1: Außenseite Fischereischein A

Link auf Abbildung
Abbildung in Originalgröße in neuem Fenster öffnen

Muster 2: Außenseite Fischereischein B

Link auf Abbildung
Abbildung in Originalgröße in neuem Fenster öffnen

Muster 3: Außenseite Jungfischereischein

Link auf Abbildung
Abbildung in Originalgröße in neuem Fenster öffnen

Muster 4: Innenseite der Muster 1 bis 3 in der jeweils zutreffenden Farbe

Link auf Abbildung
Abbildung in Originalgröße in neuem Fenster öffnen

Anlage 2

zu § 4 Abs. 2

Ausbildungsplan für Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Anglerprüfung im Land Berlin

Unterrichtsdauer:

28 Stunden

Praktische Unterweisung:

2 Stunden

- A -Prüfungsgebiete

 

 

 

1. Allgemeine Fischkunde und Fischhege

5 Stunden

 

 

 

1.1

Allgemeine Fischkunde

 

1.2

Aufbau des Fischkörpers

 

1.3

Bau und Funktion der Fischorgane

 

1.4

Fortpflanzung

 

1.5

Ernährung

 

1.6

Fischhege

 

 

 

 

2. Spezielle Fischkunde, Behandlung der gefangenen Fische

5 Stunden

 

 

 

2.1

Spezielle Fischkunde

 

2.2

Unterscheidung der Fischarten

 

2.3

Fischkrankheiten

 

2.4

Behandlung lebender, geschützter und untermaßiger Fische

 

2.5

Töten, Aufbewahrung und Verwerten von Fischen

 

 

 

 

3. Gewässerkunde, Gewässerökologie

5 Stunden

 

 

 

3.1

Wasser

 

3.2

Stoffhaushalt

 

3.3

Gewässerarten

 

3.4

Gewässergüte

 

3.5

Probleme äußerer Einwirkungen

 

 

 

 

4. Pflege der Fischgewässer, Natur- und Umweltschutz am Gewässer

4 Stunden

 

 

 

4.1

Biotopschutz

 

4.2

Maßnahmen bei Gewässerverunreinigungen und Fischsterben

 

4.3

Pflanzen im und am Gewässer

 

4.4

Tiere im und am Gewässer

 

 

 

 

5. Fanggeräte und deren Gebrauch

4 Stunden

 

Praktische Unter-/Einweisung

2 Stunden

5.1

Angelgeräte und Zubehör

 

5.2

Fanggeräte der Berufsfischerei

 

5.3

Verbotene Fanggeräte und Fangmethoden

 

5.4

Praktische Einweisung in die Handhabung des Angelgerätes

 

5.5

Praktische Unterweisung in die Behandlung gefangener Fische

 

 

 

 

6. Rechtsvorschriften

5 Stunden

 

 

 

6.1

Fischereirecht

 

6.2

Tierseuchenrecht

 

6.3

Tierschutzrecht

 

 

6.4

Wasserrecht

 

6.5

Naturschutzrecht

 

6.6

Sonstige Gesetze und Verordnungen

 

Wichtig

Es ist sicherzustellen, daß jeder Lehrgangsteilnehmer die notwendigen Kenntnisse über das tierschutzgerechte Töten der Fische erworben hat.

- B - Lehrplan: Allgemeine Fischkunde und Fischhege

1.

Fachgruppe

Facheinheit

Lehrinhalt

1.1

Allgemeine Fischkunde

Zoologie

Das System des Tierreiches, Stammbaum der Fische

 

Systematik

Rundmäuler

 

Knorpelfische

 

Knochenfische

 

Süßwasserfische

 

Meeresfische

 

Krebse und Muscheln

 

1.2

Fischkörper

Aufbau

Körperformen

 

Gliederung des Fischkörpers

 

Skelett der Knochenfische

 

Flossen

Flossenstrahlen

 

Paarige Flossen

 

Rückenflossen und Afterflossen

 

Schwanzflosse und Fettflosse

 

Fehlende Flossen (Aal und Hai)

 

Haut und Schuppen

Haut

 

Schuppen, Schuppenarten

 

Altersbestimmung

 

Farbkleid, Laichfärbung

 

Kopf

Maulstellungen

 

Barteln

 

Bezahnung, Pflugscharbein oder Schlundzähne

 

Kopfbereich der Neunaugen

 

1.3

Organe

Atmungsorgane und Atmung

Kiemen

 

Atmungsarten

 

Sauerstoffbedarf

 

Innere Organe

Herz, Blutkreislauf, Blut

 

Schwimmblase

 

Magen, Darm, Leber, Milz, Nieren, Galle

 

Geschlechtsorgane

 

Sinnesorgane

Gehirn

 

Hauptnervenstrang

 

Lage der Sinnesorgane

 

Geruchssinn, Geschmackssinn, Ferntastsinn

 

Gesichtssinn, Sehfeld

 

Gehörsinn, Gleichgewichtssinn

 

Geschlechtsorgane und Geschlechtsmerkmale

Geschlechtsorgane, Geschlechtsmerkmale

 

Geschlechtsbestimmungen

 

Rogen und Milch

 

1.4

Fortpflanzung

Entwicklung

Befruchtung

 

Laichplätze, Laichzeit

 

Eiablage, Eientwicklung, Brutpflege

 

Stand-, Zug- und Wanderfische

 

1.5

Ernährung

Wachstum

Natürliche Nahrung der Fried- und der Raubfische

 

Räuber/Beute - Beziehung

 

Wachstum der Fische

 

Verbuttung der Fische

 

1.6

Fischhege

Fischbestandsregulierung

Bestandsdichte

 

Friedfischbestand / Raubfischbestand

 

Befischungsintensität

 

Elektrofischerei zur Fischhege

 

Schonmaß und Schonzeit, Schonbezirke

 

Fischbesatz

Jungfisch, Herkunft von Besatzfischen

 

Faunenverfälschung

 

Artenschutz und Wiederansiedlung

 

- B - Lehrplan: Spezielle Fischkunde und Behandlung gefangener Fische Teil 1

2.

Fachgruppe

Facheinheit

Lehrinhalt

2.1

Spezielle Fischkunde

Allgemeines

Verbreitung und Gefährdung der Fische

 

2.2

Rundmäuler

Neunaugen

Bachneunauge, Flußneunauge und Meerneunauge

 

Schmelzschupper

Störe

Stör

 

Sterlet

 

Knochenfische

Karpfenartige Fische (Cypriniden)

Gemeinsame Merkmale

 

Döbel oder Aitel

 

Rapfen oder Schied

 

Aland oder Nerfling

 

Nase, Barbe

 

Brachsen oder Blei

 

Güster, Giebel, Karausche, Bitterling

 

Rotauge oder Plötze, Rotfeder

 

Gründling

 

Ukelei oder Laube, Mairenke, Hasel

 

Moderlieschen

 

Elritze oder Pfrille

 

Schleie

 

Karpfen (Stammform und Zuchtformen)

 

Grasfisch, Silberfisch, Marmorfisch

 

Lachsartige Fische (Salmoniden)

Gemeinsame Merkmale

 

Lachs

 

Bachforelle, Seeforelle, Meerforelle

 

Regenbogenforelle

 

Bachsaibling, Seesaibling

 

Huchen

 

(Thymaliden)

Äsche

 

(Osmeriden)

Stint

 

(Coregonen)

Renken, Felchen, Maränen

 

Barschartige Fische (Perciden)

Gemeinsame Merkmale

 

Flußbarsch, Kaulbarsch

 

Zander

 

Zingel, Streber, Schrätzer, Sonnenbarsch

 

Sonstige

Aal

 

Hecht

 

Rutte oder Quappe

 

Dreistachliger Stichling und Zwergstichling

 

Steinbeißer, Schlammpeitzger

 

Wels oder Waller

 

Zwergwels

 

Süßwasserkrebse

Allgemeines

 

Zehnfüßige Krebse, Bachflohkrebs

 

Muscheln

Allgemeines

 

Flußperl-, Teich-, Fluß- und Dreikantmuscheln

 

Meeresfische

Allgemeines

 

Meeraal oder Conger

 

Seeskorpion

 

Petermännchen (Giftstachel)

 

Aalmutter, Makrele, Hornhecht

 

Plattfische

Kliesche, Flunder, Scholle, Steinbutt, Seezungen, Heilbutt

 

Heringsfische

Hering, Sardine

 

Dorschfische

Dorsch, Schellfisch, Wittling, Lengfisch, Köhler

 

Knorpelfische

Haie

Allgemeines

 

Haiarten

 

Rochen

Allgemeines

 

Rochenarten

 

- B - Lehrplan: Spezielle Fischkunde und Behandlung gefangener Fische Teil 2

2.

Fachgruppe

Facheinheit

Lehrinhalt

2.3

Fischkrankheiten

Allgemeines

Erkennen von Fischkrankheiten

 

Krankheitsmerkmale

 

Ursachen von Fischkrankheiten

 

Krankheiten durch Parasiten,
Viren,
Bakterien und
Pilze

Drehkrankheit, Grieskörnchenkrankheit

 

Bandwurm, Fischegel

 

Schwimmblasenbefall

 

Kiemenkrebs, Karpfenlaus, Kratzer

 

Furunkulose, Fleckenseuchen

 

Aal- und Forellenseuche

 

Pankreasnekrose

 

Frühjahrvirämie

 

Fischpocken

 

Blumenkohlkrankheit

 

Hautverpilzung

 

Umweltschäden und sonstige Krankheiten bei Fischen

Haut- und Kiemenschäden

 

Tumore

 

Gefährdung der Menschen durch Umgang mit und Verzehr von kranken Fischen, Muscheln und Krebsen

 

Vorsorgemaßnahmen

Seuchenbiologisches Gleichgewicht

 

Einschleppen von Fischkrankheiten

 

2.4

Behandlung lebender, geschützter und untermaßiger Fische

Behandlung gefangener Fische

Anlanden (Drill, Keschern, Abködern)

 

Zurücksetzen

 

Hälterung (sinnvoller Grund)

 

Geschützte und untermaßige Fischarten

Behandlung und Umgang mit geschützten Fischarten

 

Behandlung und Umgang mit untermaßigen Fischen

 

Besonders schützenswerte Süßwasserfische

Bitterling, Moderlieschen, Gründling, Schlammpeitzger

 

Zährte, Bachschmerle, Steinbeißer oder Dorngrundel

 

Stichlinge (Dreistachliger und Zwergstichling)

 

Neunaugen, Störe

 

2.5

Töten, Aufbewahrung und Verwertung von Fischen

Waidgerechte Versorgung gefangener Fische

Betäubung und Ausnahmen

 

Töten und Schlachten (theoretisch)

 

Aufbewahren von getöteten Fischen während des Angeltages

 

Verwertung gefangener Fische (zur menschlichen Ernährung)

 

Lebensmittelhygiene

 

- B - Lehrplan: Gewässerkunde und Gewässerökologie

3.

Fachgruppe

Facheinheit

Lehrinhalt

3.1

Wasser

Allgemeines

Wasser, Grundlage des Lebens

 

Physikalische und chemische Eigenschaften des Wassers

 

Wassertemperatur und Dichte

 

pH-Wert (Erklärung und Bedeutung)

 

3.2

Stoffhaushalt

Stoffwechsel und Stoffkreisläufe

Strömung

 

Wärmehaushalt in Seen

 

Sauerstoffhaushalt

 

Stoffwechsel (Stoffumsatz) im Wasser

 

Kreislauf der Nährstoffe

 

Produktionskraft eines Gewässers (pflanzlich, tierisch)

 

Wassertrübung

 

Produktion

Photosynthese

 

Plankton (Zooplankton, Phytoplankton)

 

Aufwuchs, Bewuchs

 

3.3

Gewässerarten

Stehende Gewässer

Allgemeines

 

Hochgebirgs-, Vorgebirgs-, Flachlandsee

 

Weiher, Teiche, Baggerseen, Kiesgruben, Talsperren u. a.

 

Lebenszonen u. -gemeinschaften in stehenden Gewässern

 

Fließende Gewässer

Allgemeines

 

Graben, Bach, Fluß, Strom, Kanal

 

Lebenszonen u. -gemeinschaften in fließenden Gewässern

 

Gewässerregionen

Fischereiliche Merkmale:

 

 

- der Forellenregion

 

 

- der Äschenregion

 

 

- der Barbenregion

 

 

- der Brachsen- oder Bleiregion

 

- der Brackwasser- oder Kaulbarschregion

 

3.4

Gewässergüte

Gewässergüteklassen

Begriffsbestimmungen

 

Gewässergütebestimmung durch Bioindikatoren

 

Amtliche Gewässerüberwachung

 

Bedeutung und Schutz nährstoffarmer Gewässer

 

3.5

Probleme äußerer Einwirkungen

Verschiedene Arten der Schädigung

Eutrophierung

 

Gewässerverschmutzung (Vermeidung und Beseitigung)

 

Gewässerausbau und -unterhaltung

 

Fischbesatz

 

Anfüttern

 

Folgeerscheinung

Versauerung

 

Wasserblüte

 

- B - Lehrplan: Pflege der Fischgewässer, Natur- und Umweltschutz am Gewässer

4.

Fachgruppe

Facheinheit

Lehrinhalt

4.1

Biotopschutz

Allgemeines

Erklärung der Pflege der Fischgewässer

 

Schutz der Lebensräume von Pflanzenarten im und am Gewässer

 

Schutz der Lebensräume von Tierarten im und am Gewässer

 

Bedeutung der „Roten Listen“

 

Verhalten am Gewässer

 

4.2

Gewässerverunreinigung und Fischsterben

Maßnahmen

Feststellung, Benachrichtigung

 

Anzeigepflicht

 

Beseitigung toter und erkrankter Fische

 

Art der Beseitigung (z.B. Tierkörperbeseitigungsanstalt)

 

4.3

Pflanzen im und am Gewässer

Uferpflanzen

Allgemeines, Rücksichtnahme durch den Angler

 

Ernährung und Wachstum

 

Aussehen, Wuchszonen

 

Überwasserpflanzen

Rohrkolben, Schilfrohr

 

Simsen, Seggen, Binsen

 

Wasser-Schwertlilie

 

Schwimmblattpflanzen

Wasserlinsen

 

Weiße Seerose, Gelbe Teichrose

 

Armleuchtergewächse, Quellmoos

 

Unterwasserpflanzen

Laichkräuter, Wasserpest

 

Flutender Hahnenfuß, Tausendblatt

 

Froschbiß, Wasser-Knöterich

 

Gemeiner Wasserhahnenfuß

 

Niedere Wasserpflanzen

Algen (Blau-, Grün-, Kieselalgen)

 

4.4

Tiere
im und am Gewässer

Populationsökologie

Regelungsmechanismen (Ursachen von Bestandsänderungen)

 

Faunenverfälschung

 

Arten

Allgemeines, Aussehen, Vorkommen, fischereiliche Bedeutung

 

Auswirkungen fischfressender Tiere auf Hege und Fischfang

 

Strudelwürmer

 

Weichtiere (Schnecken und Muscheln)

 

Ringelwürmer (Schlammröhrenwurm und Egel)

 

Krebse (Wasserflöhe, Hüpferlinge, Muschelkrebse,

 

Wasserassel, Bachflohkrebs)

 

Eintagsfliegen, Libellen, Steinfliegen

 

Wasserwanzen (Wasserläufer, Rückenschwimmer)

 

Käfer (Gelbrandkäfer)

 

Köcherfliegen

 

Mücken (Zuck- und Kriebelmücken, Stechmücken)

 

Lurche (Froschlurche)

 

Kriechtiere (Schlangen, Schildkröten)

 

Vögel (Haubentaucher, Kormoran, Reiher, Schwäne,

 

Gänse, Enten, Säger, Greifvögel, Rallen, Möwen, Eisvogel)

 

Säugetiere (Bisam, Wasserspitzmaus, Biber, Fischotter, Iltis)

 

- B - Lehrplan: Fanggeräte und deren Gebrauch Teil 1

5.

Fachgruppe

Facheinheit

Lehrinhalt

5.1

Angelgeräte und Zubehör

Angelruten

Allgemeines

 

Materialien der Rutenteile

 

Bestandteile einer Angelrute

 

Bedeutung der Angabe des Wurfgewichts bei den Ruten

 

Bauarten der Ruten (Stipp-, Grund-, Spinn-, Fliegenruten)

 

Angelruteneigenschaften

 

Aktion und Wurfgewicht, Wurfleistung

 

Angelrollen

Allgemeines

 

Rollentypen: Rollen mit sich drehender Spule,

 

Fliegenrolle, Multiplikatorrolle (Multirolle)

 

Rollentypen: Rollen mit feststehender Spule

 

-

offene Stationärrolle

 

-

geschlossene Stationärrolle (Kapselrolle)

 

Rollenmaterial

 

Spulen - Spulenwechsel - Rücklaufsperre

 

Schnurfreigabe - Systeme, Brems-Systeme

 

Angelschnüre

Monofil- und Multifilschnüre - Aufgabe/Zweck

 

Lineare Tragkraft, Knotenfestigkeit

 

Geschmeidigkeit, Dehnung, Abriebfestigkeit

 

Fliegenschnüre - Aufgabe / Zweck

 

Schwimmverhalten, Spezial-Fliegenschnüre

 

Schnurlänge - Schnurform, Nachschnur

 

Schnurgewicht - Gewichtsklassen

 

Vorfächer

Vorfächer - Aufgabe / Zweck

 

Monofilvorfächer
(Fliegen- und Spezialvorfächer, Vorfachsysteme)

 

Stahlvorfächer (Spezialvorfächer - Vorfachsysteme)

 

Bißanzeiger

Allgemeines: Bißanzeiger - Aufgabe / Zweck

 

Rutenspitze als Bißanzeiger

 

Schnur als Bißanzeiger, Bißanzeiger an der Angelrolle

 

Pose (Schwimmer), Tragkraft, Posenmontage (fest - gleitend)

 

Haken

Angelhaken - Aufgabe/Zweck

 

Hakenarten, Hakenformen, Kopfformen, Hakengrößen

 

Bleie, Wirbel, Einhänger

Bleie - Aufgabe / Zweck

 

Bleie zum Austarieren einer Pose, Laufbleie (Grundbleie)

 

Wirbel - Aufgabe / Zweck

 

Einhänger - Aufgabe / Zweck

 

Köder

Köder - Aufgabe / Zweck

 

Natürliche Köder : Keine Farbstoffe verwenden !

 

-

Früchte, Getreide, Kartoffel, Teig, Käse u.a.

 

-

Würmer, Maden, Insekten (keine geschützten Arten)

 

-

tote Köderfische

 

Künstliche Köder :

 

-

Spinner und Blinker, Wobbler, Pilker, Weichplastikköder u.a.

 

-

Kunstfliegen (Trocken-, Naßfliegen)

 

Erforderliches Zubehör

Zubehör - Aufgabe / Zweck

 

Hilfsgeräte für das Landen des Fisches:

 

-

Unterfangkescher, Längenmaß,

 

-

Gerät zum Betäuben und Töten, Hakenlöser

 

5.2

Fanggeräte der Berufsfischerei

Berufliche Fischerei - Aufgabe / Zweck

 

Fangmethoden, Reusen, Stell-, Schlepp-, Zugnetze, Langleinen

 

5.3

Verbotene
Fanggeräte und Fangmethoden

Schußwaffen, Fischspeere

 

Explodierende oder giftige Mittel

 

Elektrizität und künstliches Licht

 

Lebende Köderfische

 

- B - Lehrplan: Fanggeräte und deren Gebrauch Teil 2

5.

Fachgruppe

Facheinheit

Lehrinhalt

5.4

Praktische

Einweisung

Handhabung des Angelgerätes

 

5.5

Praktische

Unterweisung

Behandlung gefangener Fische

 

Grundlegende gesundheitliche und hygienische Vorkehrungen

 

Messen

 

Zurücksetzen (schonender Umgang, schonendes Hakenlösen)

 

Hältern (Setzkescher)

 

Transport (in Behältern mit Luft- oder Sauerstoffzufuhr)

 

Betäuben

 

Tierschutzgerechtes Töten

 

Entschuppen

 

Ausnehmen

 

Säubern

 

Aufbewahrung von getöteten Fischen während des Angeltages

 

Anlage 3

zu § 11 Abs. 1

Muster der Prüfungsniederschrift gemäß § 11 Abs. 1

Link auf Abbildung
Abbildung in Originalgröße in neuem Fenster öffnen

Anlage 4

zu § 14 Abs. 1

Muster des Prüfungszeugnisses gemäß § 14 Abs. 1

Größe: DIN A 7
Material und Druck: grünes Neobond, schwarzer Druck

Link auf Abbildung
Abbildung in Originalgröße in neuem Fenster öffnen