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Amtliche Abkürzung:SozpädVO
Fassung vom:13.06.2016
Gültig ab:01.08.2018
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Berlin
Gliederungs-Nr:2230-1-26
Verordnung über die Studiengänge und Prüfungen
an den staatlichen Fachschulen für Sozialpädagogik
im Land Berlin
(Sozialpädagogikverordnung - SozpädVO)
Vom 13. Juni 2016
§ 64
Zulassung, Widerruf, Ungültigkeit der Prüfung

(1) Zur Prüfung wird zugelassen, wer

1.

die in Absatz 4 Satz 2 genannten Unterlagen vollständig und fristgerecht eingereicht hat,

2.

seine Wohnung oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt seit zwölf Monaten oder seine Arbeitsstelle im Land Berlin hat,

3.

die in § 5 Absatz 1 genannten Voraussetzungen erfüllt und darüber hinaus den Nachweis erbringt über

a)

eine mindestens dreijährige Berufstätigkeit in zwei unterschiedlichen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern im Umfang von insgesamt mindestens 2700 Stunden oder

b)

ein abgeschlossenes nicht einschlägiges Hochschulstudium und eine mindestens einjährige Berufstätigkeit in zwei unterschiedlichen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern im Umfang von insgesamt mindestens 1800 Stunden oder

c)

ein abgeschlossenes einschlägiges Hochschulstudium und eine mindestens insgesamt 900 Stunden umfassende Berufstätigkeit in einem sozialpädagogischen Arbeitsfeld

und

4.

nachweisen kann, dass er sich in angemessener Weise auf die Prüfung vorbereitet hat.

Auf die Berufstätigkeit nach Satz 1 Nummer 3 können Zeiten gemäß § 5 Absatz 4 Nummer 3 und 4 angerechnet werden. Sowohl die Berufstätigkeit als auch die anrechenbaren Zeiten gemäß Satz 2 müssen

1.

in den Fällen von Satz 1 Nummer 3 Buchstabe a innerhalb der letzten fünf Jahre,

2.

in den Fällen von Satz 1 Nummer 3 Buchstabe b innerhalb der letzten drei Jahre und

3.

in den Fällen von Satz 1 Nummer 3 Buchstabe c innerhalb der letzten zwei Jahre

vor dem nach Absatz 4 maßgeblichen Schlusstermin für die Antragstellung begonnen und mit mindestens der Hälfte der ortsüblichen Arbeitszeit absolviert worden sein. Der Nachweis über den geforderten Umfang ist der Fachschule spätestens neun Wochen vor dem Ende des Prüfungssemesters vorzulegen.

(2) Als einschlägiges Hochschulstudium im Sinne von Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 Buchstabe c gelten insbesondere Studiengänge der Fachrichtungen Erziehungswissenschaften, Sozialpädagogik, Heilpädagogik und Lehramtsstudiengänge; über die Anerkennung weiterer Fachrichtungen entscheidet die Schulaufsichtsbehörde. Sozialpädagogische Arbeitsfelder im Sinne von Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 sind die in § 5 Absatz 3 genannten Arbeitsfelder. Zur Klärung von Zulassungsvoraussetzungen kann die Schulaufsichtsbehörde ein Gespräch mit der Antragstellerin oder dem Antragsteller führen.

(3) Zur Prüfung wird nicht zugelassen, wer

1.

bereits einen Bildungsgang an einer Fachschule für Sozialpädagogik besucht hat und

a)

diesen aus selbst zu vertretenden Gründen abgebrochen hat oder vorzeitig verlassen musste oder

b)

die Fachschulprüfung nicht bestanden hat oder

2.

die Prüfung für Nichtschülerinnen und Nichtschüler an einer Fachschule für Sozialpädagogik schon einmal endgültig nicht bestanden hat.

In besonders begründeten Einzelfällen kann die Schulaufsichtsbehörde Ausnahmen von Satz 1 Nummer 1 Buchstabe a zulassen.

(4) Die Frist für die Abgabe des Zulassungsantrages legt die Schulaufsichtsbehörde fest. Dem Antrag sind beizufügen:

1.

die in § 8 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 bis 6 genannten Unterlagen,

2.

ein Lebenslauf, der die Daten aller Schulbesuche und beruflichen Tätigkeiten lückenlos enthält,

3.

eine amtliche Meldebescheinigung oder der Nachweis über eine derzeit im Land Berlin ausgeübte Berufstätigkeit sowie

4.

eine Darstellung über Art und Umfang der Vorbereitung auf die Prüfung.

(5) Wird im Verlauf der Prüfung bekannt, dass die gemäß Absatz 4 Satz 2 eingereichten Nachweise oder Angaben falsch oder unvollständig sind und wäre die Zulassung deshalb nicht möglich gewesen, hat die Schulaufsichtsbehörde die Zulassung vor Abschluss des Prüfungsverfahrens zu widerrufen. Stellen sich innerhalb eines Jahres nach Beendigung der Prüfung die in Satz 1 genannten Sachverhalte heraus, kann die Schulaufsichtsbehörde die Prüfung für ungültig erklären. In diesem Fall ist das Zeugnis einzuziehen. Von den in Satz 1 bis 3 genannten Maßnahmen kann abgesehen werden, wenn die oder der Betroffene die erforderlichen Unterlagen unverzüglich nachreicht und die mit ihnen nachgewiesenen Zulassungsvoraussetzungen bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung erfüllt waren.

(6) Die Entscheidung über die Zulassung wird den Antragstellerinnen und Antragstellern spätestens bis zum Ablauf von acht Wochen nach Antragsschluss bekannt gegeben. Im Zulassungsschreiben sind der Prüfungsablauf und die Fachschule, an der die Prüfung durchgeführt wird, mitzuteilen. Sind die nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 geforderten Berufstätigkeiten zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollumfänglich erbracht, erfolgt die Zulassung unter dem Vorbehalt des Widerrufs. Die Zulassung ist zu widerrufen, wenn der Nachweis über den geforderten Umfang der Berufstätigkeiten nicht bis zu dem nach Absatz 1 Satz 4 maßgeblichen Termin nachgereicht wurde.

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://gesetze.berlin.de/jportal/?quelle=jlink&query=FSchulSozP%C3%A4dAPrV+BE+%C2%A7+64&psml=bsbeprod.psml&max=true


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