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juris-Abkürzung:FSchulTechAgrWiV BE
Fassung vom:30.04.2014
Gültig ab:28.05.2014
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Berlin
Gliederungs-Nr:2230-1-54
Verordnung über die Studiengänge
an den staatlichen Fachschulen der
Fachbereiche Technik, Agrarwirtschaft
und Wirtschaft des Landes Berlin
(Fachschulverordnung Technik, Agrarwirtschaft und Wirtschaft)
Vom 30. April 2014 *
§ 6
Auswahlverfahren bei Übernachfrage

(1) Übersteigt die Anzahl der berücksichtigungsfähigen Bewerbungen die Aufnahmekapazität der Fachschule, so ist eine Auswahlkommission zu bilden, die das Auswahlverfahren durchführt. Der Auswahlkommission gehören an:

1.

die Schulleiterin oder der Schulleiter als Vorsitzende oder Vorsitzender und

2.

mindestens zwei von der oder dem Vorsitzenden benannte Lehrkräfte, die Unterricht in dem betreffenden Studiengang erteilen.

Die Schulleiterin oder der Schulleiter kann den Vorsitz auf die Abteilungsleiterin oder den Abteilungsleiter übertragen.

(2) Bis zu zehn Prozent der freien Plätze sind vorrangig an diejenigen Bewerberinnen und Bewerber zu vergeben, für die eine Ablehnung eine besondere Härte darstellen würde. Eine besondere Härte liegt vor, wenn familiäre, soziale oder gesundheitliche Umstände die unverzügliche Aufnahme des Studiums gebieten oder von der Bewerberin oder dem Bewerber nicht zu vertretende Gründe die Aufnahme des Studiums erheblich verzögert haben. Eine anerkannte Behinderung nach § 2 Absatz 2 oder 3 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen -(Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Juni 2001, BGBl. I S. 1046, 1047), das zuletzt durch Artikel 3 des Gesetzes vom 14. Dezember 2012 (BGBl. I S. 2598) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung gilt als Härtefall im Sinne von Satz 2.

(3) Übersteigt die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber, die einen Härtefall nachweisen, die in Absatz 2 Satz 1 genannte Höchstgrenze, so entscheidet das Los. Die nichtberücksichtigten Bewerberinnen und Bewerber durchlaufen das weitere Auswahlverfahren gemäß Absatz 4 bis 10.

(4) Plätze, die nicht nach Absatz 2 und 3 vergeben wurden, sind nach Eignung zu vergeben. Hierfür sind die für das Studium geforderten fachlichen, methodischen und personalen Kompetenzen der Bewerberinnen und Bewerber zu beurteilen. Die Kriterien für die Ermittlung der Rangfolge legt die Auswahlkommission fest. Sie kann die Eignung feststellen

1.

anhand der Bewerbungsunterlagen,

2.

durch Aufnahmegespräche oder

3.

durch eine schriftliche Aufnahmeprüfung, die aus mehreren Prüfungsteilen bestehen kann.

Das gewählte Verfahren ist einheitlich für alle Bewerberinnen und Bewerber des jeweiligen Aufnahmedurchgangs anzuwenden. Die Aufnahmegespräche und Aufnahmeprüfungen nach Satz 4 Nummer 2 und 3 sind zu protokollieren.

(5) Wird die Eignungsauswahl anhand der Bewerbungsunterlagen vorgenommen, sind bereits vorhandene Ausbildungsabschlüsse und Qualifikationen sowie durch Zeugnisse nachgewiesene Leistungen heranzuziehen, wobei eine Beschränkung auf Fächer möglich ist, die für die jeweilige Fachrichtung einschlägig oder förderlich sind. Daneben sind die Dauer und der Umfang der von der Bewerberin oder dem Bewerber nachgewiesenen einschlägigen Berufstätigkeiten angemessen und nachvollziehbar zu berücksichtigen, in den Fällen des § 4 Absatz 1 jedoch nur insoweit, als sie über das jeweilige in § 4 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 geforderte Mindestmaß hinausgehen.

(6) Werden Aufnahmegespräche durchgeführt, hat die Auswahlkommission zuvor die grundsätzlichen Inhalte, die Dauer sowie die Beurteilungsmaßstäbe festzulegen. In das Aufnahmegespräch können Arbeitsproben, Tests und andere für die Eignungsfeststellung geeignete Methoden einbezogen werden. Absatz 5 Satz 2 gilt entsprechend.

(7) Wird eine schriftliche Aufnahmeprüfung durchgeführt, hat die Auswahlkommission zuvor deren Inhalt und Umfang, die Bewertungsmaßstäbe sowie die Organisation festzulegen. Aus der Bewertung der einzelnen Prüfungsteile ist der Notendurchschnitt zu bilden. Der Notendurchschnitt ist das ohne Runden auf eine Stelle nach dem Komma errechnete arithmetische Mittel aus den Noten der Prüfungsteile. Dabei können Prüfungsteile unterschiedlich gewichtet werden. Darüber hinaus werden die Zeiten einschlägiger Berufstätigkeiten zu einer Gesamttätigkeitsdauer, die einer Vollzeitbeschäftigung entspricht, zusammengefasst. Für jedes volle Jahr der errechneten Gesamttätigkeitsdauer wird ein Notenbonus von 0,2 erteilt, in den Fällen des § 4 Absatz 1 jedoch nur insoweit, als sie über das jeweilige in § 4 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 geforderte Mindestmaß hinausgeht. Die Höchstsumme der anrechenbaren Boni beträgt 1,0. Der für den Rang maßgebliche Wert ist die Differenz aus dem Notendurchschnitt und der Summe der anrechenbaren Boni.

(8) Über das Vorliegen eines Härtefalls, die Eignung der Bewerberinnen und Bewerber sowie die Rangfolge entscheidet die Mehrheit der Mitglieder der Auswahlkommission. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der oder des Vorsitzenden den Ausschlag. Stimmenthaltung ist nicht zulässig. Die Studienplätze sind entsprechend der ermittelten Rangfolge zu vergeben. Sind Bewerberinnen und Bewerber ranggleich, gibt die Dauer der Wartezeit gemäß § 57 Absatz 2 Satz 3 und 4 des Schulgesetzes den Ausschlag. Danach entscheidet das Los.

(9) Bewerberinnen und Bewerber, die nicht berücksichtigt werden konnten, sind entsprechend ihrer Rangfolge in eine Nachrückerliste aufzunehmen. Werden vergebene Plätze zum Beginn des Studiengangs nicht in Anspruch genommen, erfolgt die Besetzung gemäß der Rangfolge in der Nachrückerliste.

(10) Nach Abschluss des Auswahlverfahrens ist den Bewerberinnen und Bewerbern die Aufnahmeentscheidung schriftlich bekannt zu geben. Nicht aufgenommenen Bewerberinnen und Bewerbern ist zudem der Rang in der Nachrückerliste mitzuteilen.

Fußnoten ausblendenFußnoten

*
Verkündet als Artikel 1 der Verordnung zur Neuregelung der Studiengänge an den staatlichen Fachschulen der Fachbereiche Technik, Agrarwirtschaft und Wirtschaft im Land Berlin und zur Änderung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Berufsfachschule für Altenpflege und der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Berufsoberschule vom 30. April 2014 (GVBl. S. 125)

 


Abkürzung Fundstelle Diesen Link können Sie kopieren und verwenden, wenn Sie immer auf die gültige Fassung der Vorschrift verlinken möchten:
http://gesetze.berlin.de/jportal/?quelle=jlink&query=FSchulTechAgrWiV+BE+%C2%A7+6&psml=bsbeprod.psml&max=true


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